gala „una mano para chile“ am 30. april 2010
Ein Erdbeben der Stärke 8,8 hat am frühen Morgen des 27. Februar 2010 die Zentralregion Chiles erschüttert. Dem Beben folgte ein Tsunami, der Teile der chilenischen Pazifikküste heimsuchte. Das Beben war das Stärkste in Chile seit fast fünfzig Jahren. Es richtete verheerende Schäden an. Hunderttausende Chilenen verloren in der Katastrophe ihr Hab und Gut. Nach neueren Angaben kamen rund 350 Menschen ums Leben. Der Wiederaufbau der zerstörten Städte und Dörfer wird nach offiziellen Angaben mehrere Jahre dauern.
Zur Unterstützung der Menschen in Chile fand am 30. April 2010 im Chemnitzer Kulturzentrum „das tietz“ eine Benefizveranstaltung unter dem Titel „Una mano para Chile“ („Eine Hand für Chile“) statt. Für Musik, Tanz, künstlerische und kulinarische Entdeckungen sorgten gemeinsam der Verein Amistad, der Verein Kunst für Chemnitz sowie die Ensembles Las Latinas und Las Nuvianitas.
Und die Chemnitzer haben Chile nicht im Stich gelassen: Sage und schreibe 2853,05 Euro an Spendenerlösen hat die Veranstaltung eingebracht! Mehr als 120 Gäste kamen zu der mehr als dreistündigen, mitreißenden Show.
Zur Kunstauktion fanden ausnahmslos alle von namhaften Chemnitzer Künstlern zur Verfügung gestellten Objekte einen Käufer, teilweise erheblich über dem Ausrufpreis. Die Versteigerung brachte allein einen Erlös von 1530 Euro.
Mehr als 1300 Euro konnten zudem mit dem Buffet und dem Getränkeverkauf eingenommen und in den Spendenboxen gesammelt werden. Für das reichhaltige Buffet hatten zahllose Helfer gebacken, gekocht und Spezialitäten zubereitet, die so nur selten erhältlich sind. Die Getränke wurden von der Firma Getränke Pfeifer gestiftet. Die Verwaltung und Mitarbeiter des „tietz“ unterstützten die Organisatoren nach Kräften.
Der Spendenerlös wurde, wie in der Veranstaltung bekannt gegeben, der Bergakademie Freiberg zur Weiterleitung an die Universidad de Concepción überwiesen, um einen Beitrag zur Wiederbeschaffung von Lehrgeräten zu leisten.
„Freie Presse“, Ausgabe Freiberg, vom 4. Januar 2011: